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1. Juni 2026

Mitten im Leben: Wie das Quartierscafé im St. Josefinenstift Menschen verbindet

Mitten im Leben: Wie das Quartierscafé im St. Josefinenstift Menschen verbindet

Begegnung, Gemeinschaft und gelebte Nachbarschaft – das Quartierscafé im St. Josefinenstift entwickelt sich zu einem lebendigen Treffpunkt für Menschen jeden Alters.

Die nördliche Gartenstadt zeichnet sich durch ihre ruhige Wohnlage, viel Grün und ein starkes nachbarschaftliches Miteinander aus. Hier, wo Lebensqualität und Gemeinschaft einen hohen Stellenwert haben, hat sich das St. Josefinenstift seit seiner Eröffnung im November 2024 zu einem wichtigen Bestandteil des Quartiers entwickelt. Doch die Einrichtung ist weit mehr als ein Ort der Pflege – sie öffnet ihre Türen für die Menschen im Stadtteil und schafft neue Räume für Begegnung.

Ein Treffpunkt für das ganze Quartier

Mit dem Quartierscafé wurde ein Ort geschaffen, an dem Menschen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen können. Angehörige, Nachbarn, Ehrenamtliche, Familien mit Kindern und die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses treffen hier aufeinander – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation.

Gerade für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind öffentliche Treffpunkte oft schwer erreichbar. Das Quartierscafé bietet ihnen die Möglichkeit, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und soziale Kontakte zu pflegen. So entsteht ein lebendiger Ort, der Gemeinschaft stärkt, Einsamkeit entgegenwirkt und das Miteinander im Stadtteil fördert.

Ehrenamtliches Engagement macht den Unterschied

Möglich geworden ist das Quartierscafé durch das große Engagement ehrenamtlicher Unterstützerinnen und Unterstützer. Von Beginn an haben sie die Idee mitgetragen und mit viel Herzblut umgesetzt.

Seitdem findet das Quartierscafé einmal monatlich statt und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Zahl der Gäste steigt kontinuierlich, und immer mehr Menschen nutzen die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen oder bestehende Beziehungen zu pflegen.

Besonders erfreulich ist, dass auch eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderung das Angebot regelmäßig besucht. Das barrierefreie Konzept ermöglicht allen Gästen eine selbstverständliche und gleichberechtigte Teilnahme am gemeinschaftlichen Leben.

Gemeinsam spielen, lachen und ins Gespräch kommen

Ein weiteres Highlight ist der beliebte Spieletisch, der von einem ehrenamtlichen Spieleexperten begleitet wird. Eine vielfältige Auswahl an Gesellschaftsspielen lädt dazu ein, gemeinsam Zeit zu verbringen, miteinander zu lachen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Dabei geht es nicht nur um das Spiel selbst. Vielmehr entstehen Begegnungen, Gespräche und Verbindungen zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nie kennengelernt hätten. Der Spieletisch steht damit sinnbildlich für das, was das Quartierscafé ausmacht: Menschen zusammenzubringen.

Ein Ort mit Zukunft

Das Quartierscafé im St. Josefinenstift zeigt eindrucksvoll, wie Pflegeeinrichtungen zu offenen Orten der Begegnung werden können. Es verbindet Generationen, schafft Teilhabe und stärkt das soziale Netzwerk im Quartier.

Was mit einer Idee und viel ehrenamtlichem Engagement begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des Gemeinschaftslebens entwickelt. Die positive Resonanz der Besucherinnen und Besucher bestätigt den Erfolg des Konzepts und macht deutlich: Orte der Begegnung werden heute mehr denn je gebraucht.

Das Quartierscafé im St. Josefinenstift ist ein Beispiel dafür, wie Gemeinschaft gelebt werden kann – offen, herzlich und mitten im Leben.

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3. März 2026

Wie es nach der Diagnose „Pflegebedürftigkeit" weitergehen kann…

Wie es nach der Diagnose „Pflegebedürftigkeit" weitergehen kann…

…zeigt das PflegeÜbungsZentrum im Sonnenhof in Eving

Dortmund. Wie oft Martin Strehlau in den vergangenen Jahren solche Gespräche mit verzweifelten Angehörigen geführt hat, weiß der erfahrene Pflegefachmann nicht mehr zu sagen. „Da soll beispielsweise der Vater aus dem Krankenhaus entlassen werden, weil die Akutbehandlung abgeschlossen ist, und die Kinder sollen innerhalb weniger Tage klären, wie es mit dem alten Mann, der einen Schlaganfall hatte und sich nun garantiert zu Hause nicht mehr allein versorgen kann, weitergehen soll", schildert Martin Strehlau, in welche schier ausweglose Situation Menschen geraten können, wenn die Diagnose „Pflegebedürftigkeit" lautet. Deshalb, so der Leiter des ambulanten Pflegedienstes SHDO Ambulant, „haben wir im Sonnenhof in Eving ein sogenanntes PflegeÜbungsZentrum eingerichtet."

Die Diagnose „Pflegebedürftigkeit" ist für die Betroffenen und ihre Angehörigen ein herber Schock, von einem auf den anderen Tag ist nichts mehr, wie es war. In dieser Situation dann einen kühlen Kopf zu bewahren und die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, ist äußerst schwierig und überfordert die Betroffenen oftmals.

Ohne Zeitdruck entscheiden

Deshalb hat die SHDO im Sonnenhof in Eving eine Wohnung so hergerichtet, dass ein Betroffener mit einem Angehörigen für maximal drei Wochen dort einziehen kann. Während der Zeit des Probewohnens „leiten unsere erfahrenen Pflegekräfte die beiden an und schulen sie, so dass sie am Ende ihres Aufenthaltes absehen können, ob die Pflege daheim machbar ist." – Das PflegeÜbungsZentrum – kurz auch PÜZ genannt – ermöglicht es den Betroffenen also, ihre Entscheidung nach reiflicher Überlegung und ohne Zeitdruck zu treffen. Ein unschätzbarer Vorteil, wie Martin Strehlau weiß; denn „häufig hören wir: ‚Hätten wir auch nur geahnt, was mit der täglichen Pflege auf uns zukommt…"

Während des Probewohnens werden die Gäste auch über mögliche und notwendige Hilfsmittel wie Pflegebett, Rollstuhl oder Notrufsysteme informiert. Und die Angehörigen werden auf die pflegerischen Aufgaben vorbereitet, die sie in Zukunft zu Hause täglich bewältigen müssen.

Häusliche Situation nachempfunden

Die Wohnung im PÜZ ist behindertengerecht gestaltet. Ob das auch für die Wohnung des Betroffenen gilt, steht auf einem anderen Blatt. Deshalb „empfinden wir mit künstlichen Barrieren die häusliche Situation nach", erläutert Martin Strehlau. Sind beispielsweise die Türen in der Wohnung breit genug für einen Rollstuhl? Muss das Bad umgebaut werden, weil die Duschtasse viel zu hoch ist? Ist die Küche zu eng und sind die Hängeschränke überhaupt noch erreichbar? Wenn ich im dritten Stock wohne: Gibt es im Haus überhaupt einen Fahrstuhl? – All das sind praktische Fragen, die in die Entscheidung einfließen müssen, die die Betroffenen und ihre Angehörigen aber nicht immer auf dem Schirm haben.

Gegen Ende des Probewohnens im PÜZ „beraten wir dann gemeinsam, ob das Zuhause behindertengerecht umgebaut werden kann, ob die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst ausreichen könnte oder ob der Umzug in ein Betreutes Wohnen oder in eine stationäre Pflegeeinrichtung sinnvoll wäre", resümiert Martin Strehlau. Unterstützt wird er dabei von den Kolleginnen der SHDO-Pflegeberatung, die ebenfalls im Pflegekiosk am Sonnenhof angesiedelt sind.

Prima Sache, aber was kostet das Probewohnen? Die pflegerische Versorgung in der Zeit des Probewohnens übernimmt der ambulante Pflegedienst SHDO Ambulant. Die Kosten hierfür zahlt eventuell zumindest teilweise die Pflegeversicherung oder die Krankenkasse. Die Kosten für das eigentliche Probewohnen, sprich Unterkunft und Verpflegung, müssen die Gäste selbst bezahlen. „Aber auch hier beraten wir unsere Gäste gerne – egal, ob es um die Pflege, um Anträge oder Fragen zur Kostenübernahme geht."

PflegeÜbungsZentrum der SHDO
im Sonnenhof Eving
Bergstraße 10f, 44339 Dortmund

Martin Strehlau
Tel.: 0231 222 555 99
E-Mail: m.strehlau@shdo-ambulant.de

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